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Frühling im Winter und ganz viel Herz

Werbung-Rezensionsexemplar

Für alle, die den Frühling kaum erwarten können: Ich stelle euch heute das neue Buch von Julie Caplan vor: Ein Zuhause im Frühling. Es ist der erste Teil ihrer neuen Country Escapes Reihe und ich war sehr gespannt, ob es mich wieder so mitnehmen würde.

Julie Caplin hat es sich auf ihre Fahne geschrieben, ihre Leser mit kleinen und feinen Geschichten zu verzaubern und hier ist schon so einiges von ihr durch meine Hände gegangen.

Ein Zuhause im Frühling-Julie Caplin-lifewithaglow

Ein Zuhause im Frühling

Wie ihr also der Einleitung schon entnehmen konntet, bin ich definitiv ein Fangirl der Autorin. Allerdings kann es ja auch Tücken haben, wenn man jemanden so gerne liest: Wird es langweilig, mag ich es noch? Davon werde ich euch gleich erzählen.

Doch kommen wir zunächst zu dem Buch.

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Was passiert im Frühling?

Ella befindet sich in einer Krise. Ach, was heißt in einer? Sie ist Illustratorin einer Kinderbuchreihe und hat gerade ein absolutes kreatives Tief. Hinzu kommt, dass sie und ihr Freund Patrick sich eine Auszeit gönnen, ein halbes Jahr ist vereinbart. Dann noch das wahnsinnig anstrengende Großstadtleben in London.

Sie möchte, nein sie muss raus aus ihrem Alltag, denn da wartet schon eine neue Deadline auf sie.

Ein Zuhause im Frühling-Julie Caplin-lifewithaglow

Die Patentante geht auf Weltreise

Da erscheint es fast wie ein Wink des Himmels, dass ihre Patentante für ein halbes Jahr auf eine Schiffsreise geht und jemanden sucht, der ihr Cottage in dem malerischen Ort Wilsgrave hütet. Für Ella ist es ein Zeichen und sie macht sich auf den Weg.

Am Cottage angekommen, trifft sie auf ihre Mutter, die sie mit der Erstausstattung und einer Überraschung versorgt: Offensichtlich hat die gute Tante Magda einen Labrador.

Ella versteht die Welt nicht mehr. Ein neues Zuhause auf Zeit? Ja, gern, denn sie muss arbeiten. Aber sich um einen Hund kümmern? Sie hat keine Erfahrung und eben keine Zeit.

Das Leben mit Tess beginnt holprig

Tess, so heißt die junge Hundedame, zeigt Ella sehr schnell und sehr deutlich, was sie will und was sie nicht will und bringt das Leben ganz schön durcheinander. Da sind die vielen Spaziergänge, die Versorgung und das nächtliche Geheul.

Auf einem ihrer ersten Ausflüge mit dem Hund begegnet sie dem Tierarzt des Ortes: Devon. Dieser liest ihr erst einmal die Leviten und sie findet ihn sehr unsympathisch.

Aber das ist ja egal: Sie will ohnehin ihre Ruhe.

Ein Zuhause im Frühling-Julie Caplin-lifewithaglow

Apropos Ruhe: Das ist in Wilsgrave nicht so einfach

Nach und nach gewöhnt sie sich im Cottage ihrer Tante ein und sie liebt den Garten im Frühling. Auch mit Tess läuft es immer besser.

Ihre Kreativität ist zwar noch etwas mau, aber das ist nicht ihr einziges Problem. Die Dorfbewohner haben es sich zur Challenge gemacht, Ella in das Dorfleben einzubeziehen. Sei es, dass sie den Blumenschmuck in der Kirche gestalten soll, oder als Aushilfe im Dorfladen tätig wird oder aber am Fest des Ortes im Frühling teilzunehmen.

Dabei begegnet sie auch immer wieder dem mürrischen Tierarzt, zumal auch Tess es sich zur Aufgabe gemacht hat, Ella zu beschäftigen.

Sie freundet sich mit der Tierarzthelferin Bets an, einem Sonnenschein, den nichts so leicht umwirft. Außer vielleicht ihre eigenen Beziehungsprobleme.

Ein Zuhause im Frühling-Julie Caplin-lifewithaglow

Und plötzlich fällt Puzzleteil für Puzzleteil an seinen Platz

Ella merkt nach und nach, wie gut ihr das Dorfleben und der Umgang mit den Menschen und Tess doch bekommen. Ihre Kreativität kehrt zurück, sie erholt sich und merkt, wie lange sie sich selbst verborgen hat, nur um im wilden London zu gefallen.

Als sie plötzlich eine Steuernachforderung bekommt, muss sie bemerken, dass ihr On-Off-Freund Patrick wohl nicht immer ganz ehrlich mit ihr war.

Aber auch Devon, mit dem sie sich inzwischen angefreundet und ein bisschen mehr hat, hat mit seiner Promifreundin Probleme. Und diese sind nicht nur emotionaler Art.

Ein Zuhause im Frühling-Julie Caplin-lifewithaglow

Zurück nach London?

Ellas Ziel war es immer, wieder nach London zurückzukehren, genauso wie das auch Devons Intention war. Aber beide merken, wenn auch über harte Umwege, wie gut ihnen Wilsgrave tut.

Werden sie nach dem Frühling noch in ihrem Zuhause sein? Und was wird aus ihnen beiden?

Wie mir das Buch gefallen hat

Die Autorin zu lesen ist immer ein bisschen, wie unter eine warme Decke zu schlüpfen. Selbst in der kalten Bahn. Mich hatte das Buch binnen der ersten zehn Seiten in seinen Bann gezogen. Die Sprache, die gedanklichen Bilder, die Protagonisten, es ist einfach herzerwärmend, auch nach meinem gefühlten 10 Buch, das ich von ihr gelesen habe.

Ein Zuhause im Frühling-Julie Caplin-lifewithaglow

Und nein, ich bin noch nicht satt, denn auch der erste Band der Country Escapes Reihe hat mich verzaubert. Darum freue ich mich auch jetzt schon auf Teil 2.

Kennst du die Autorin? Magst du solche seicht-schönen Geschichten?

Alles Liebe,

Eure Nicole

Werbung: Der Link zum Buch ist ein reiner Hinweis. Ich verdiene nichts daran und wurde nicht für diesen Beitrag bezahlt. Herzlichen Dank an den Rowohlt- Verlag, dass sie mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben und für die freundliche und zuverlässige Zusammenarbeit.

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4 Kommentare

  1. Liebe Nicole,

    für eine Rezension, die mit dem Satz beginnt „bin ich definitiv ein Fangirl der Autorin“, schreibst du mit bewundernswerter Skepsis. Diese Frage – wird es langweilig, mag ich es noch? – ist ja das klassische Dilemma der Treue: Können wir noch überrascht werden von dem, das wir lieben?

    Umso schöner ist es dann, dass Julie Caplin dich wieder verzaubern konnte. Die Komponenten, die du aufzählst – Ella in der Krise, das Cottage, der widerspenstige Hund Tess, ein mürrischer Tierarzt – könnten ja zu Küchenpsychologie verkommen. Aber die Leichtigkeit, mit der diese Autorin ihre Leser unter eine warme Decke packt, scheint ja zeitlos zu sein.

    Wilsgrave klingt wie einer dieser Orte, an denen das echte Leben anfängt, weil die Ablenkungen aufhören. Und dass Ella dort ihre Kreativität zurückfindet, nicht durch Konzepte und Deadlines, sondern durch Spaziergänge und Gartenleben – das hat seinen eigenen Zauber. Manchmal braucht man einfach einen Labrador namens Tess, um zu merken, wer man wirklich ist.

    Herzlich,
    Ron

    1. Lieber Ron,
      du bringst meine Rezension ganz wunderbar auf den Punkt, denn genau so habe ich das Buch nicht nur empfunden, sondern auch gefühlt.
      Das Buch ist wirklich schön zu lesen und beinhaltet, wie du sagst, auch eine Tiefe, die einen leicht zurücklässt.
      Herzliche Grüße
      Nicole

  2. Ab und an habe ich gerne mal sowas Seichtes als Gegenwurf zu Mord und Ernst. Wie gut, dass du dich schon auf Band zwei freuen kannst!

    Einen schönen Tag wünscht dir
    Ines

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